An einem regnerischen Freitagnachmittag machten sich 6 Hundeführerteams auf den Weg. Ziel war ein Steinbruch in Rubigen/Schweiz. Hier waren wir zur Einsatzübung der REDOG Bern eingeladen.


Erst kurz vor Mitternacht kamen wir an. Jetzt hieß es noch Zelt aufbauen und dann nichts wie ab in den Schlafsack, denn um 7.30 Uhr am Samstag morgen ging es bereits los. Übrigens stand unser Zelt in einer riesigen Halle im Steinbruch, in der sonst die Lastwagen untergestellt waren. So waren wir vom Regen, der die ganze Nacht in strömen herunterprasselte, sicher.


Am Samstag morgen ging es dann für die trümmergeprüften Teams richtig los. Folgendes Szenario stellte sich dar:

 

In einem Steinbruch, direkt am einige Kilometer entfernten Thuner See, war ein Unglück geschehen. Mehrere Personen waren verschüttet worden. Um möglichst schnell zum Steinbruch zu gelangen, wurden alle Teams mit dem Polizeiboot übergesetzt. Am Unglücksort angekommen wurden die Teams in zwei Gruppen aufgeteilt, jeweils ein Gruppenführer ohne Hund und 3 Rettungshunde-Teams. Immer ein Hund suchte, während die anderen warteten.

 

Sehr interessant war diese Übung auch für uns Beobachter, die wir die ganze Zeit mit dabei sein durften. Jeder Hund und Hundeführer zeigte hier seine Erfahrung in einem sehr anspruchsvollen Areal, mit vielen verschiedenen Anforderungen an die Teams.

 

Immer noch regnete es in Strömen und wir waren froh, als alle ?Opfer? gefunden waren und wir uns im trockenen aufwärmen konnten.


Nach der Mittagspause durften die ?Ungeprüften? Teams arbeiten. An 4 verschiedenen Stationen organisierten die Hundeführer, die am Vormittag gesucht hatten, für sie Übungen in unterschiedlichem Gelände. So lag z.B. eine vermisste Person auf einem Förderband über einem kleinen Bach, eine auch nicht alltägliche Situation.


Bis auf die Haut durchnässt und müde machten wir uns gegen Abend auf den Weg zurück nach Rubigen. Hier trafen wir uns zu einem gemütlichen Grillabend mit leckeren selbstgemachten Salaten und Kuchen. Zu fortgeschrittener Stunde gab es dann noch original Schweizer Stubenmusik und leckerem Früchtekuchen.


Am nächsten Tag hatte sich das Wetter etwas beruhigt. Wir blieben diesmal im Steinbruch von Rubigen. In Kleingruppen haben wir verschiedene, durch die Mitglieder der REDOG Bern zusammengestellte, Suchübungen in unterschiedlichem Gelände durchgeführt. Hier zeigten sich die hohen Anforderungen, die die Schweizer an ihre Trümmerhunde stellen, um im Katastrophenfall einsatzfähig zu sein.


Der schweizerische Verein für Rettungshunde (REDOG = Rescue dog) ist die einzige Organisation die in der Schweiz Trümmerhunde zur Suche nach vermissten Personen ausbildet. Sind es bei uns in Deutschland doch die Flächensuchhunde die das Groh ausmachen, gibt es diese Suchform in der Schweiz, aber in etwas anderer Form. Hier werden die sog. Gebirgsflächensuchhunde ausgebildet. Diese Suchform ist mit unserer Flächensuche nur bedingt zu vergleichen. Das Rettungsteam muss hier weit höhere Anforderungen erfüllen, als bei uns.


Nach einem Arbeitsreichen Tag und einem gemeinsamen Mittagessen bedankten wir uns bei unseren Schweizer Kollegen und luden Sie herzlich ein, im nächsten Jahr zu uns nach Deutschland zu kommen.

 

 

 


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Letztes Update:  12:11 31/12 2008